Erklaerung
Die Gläserne Decke
Der Begriff Gläserne Decke (engl. glass ceiling) wurde in den 1980er Jahren in den USA geprägt für das Phänomen, dass die meisten hochqualifizierten Frauen beim Aufstieg innerhalb von Unternehmen oder Organisationen auf der Ebene des mittleren Managements "hängenbleiben" und nicht bis in die Führungsetage kommen, obwohl sie die gleichen Leistungen erbringen wie bevorzugte männliche Kollegen.
Fundstücke
Cross the line
Gender
Gender
Gender als Begriff bezieht sich auf die sozialen und kulturellen Dimensionen von Geschlecht, auf Normen und Stereotypien. Geschlechterrollen und -bilder sind damit als gesellschaftlich vermittelt und sozial erlernt zu verstehen. Sie sind nicht naturgegeben und feststehend, sondern veränderbar.

Gender als Strukturkategorie analysiert darüber hinaus die historisch gewordenen Geschlechterverhältnisse und -hierarchien, die sich gesellschaftlich und institutionell vielfach auswirken. Wir beziehen uns deshalb in unserer Beratungsarbeit auf einen differenzierenden Gender-Begriff: Zum einen gibt es nicht DIE Frauen und nicht DIE Männer, zum anderen ist Geschlecht nicht immer die primäre Kategorie die Unterscheidungen bedingt. Merkmale wie soziale Herkunft, Migration, sexuelle Orientierung, körperliche Einschränkungen oder Alter können - über "Geschlecht" hinaus - ebenso Hierarchisierungen hervorbringen.

Gender-Kompetenz bedeutet daher für uns, ein differenzierendes Gender-Wissen in den jeweiligen Organisationen und Fachbereichen praxisnah anzuwenden und zu vermitteln.


Bildung
Bildung
Bildung verstehen wir als einen Prozess der gegenseitigen Bereicherung und des Austauschs. Bildung ist somit nicht reine Wissensvermittlung, sondern stellt einen konkreten Bezug zum jeweiligen Praxisfeld her. Damit werden neue Perspektiven eröffnet und die Voraussetzung für Veränderungen geschaffen.

Der Bildungssektor ist außerdem einer unserer wesentlichen Kompetenzbereiche: Bildungseinrichtungen wie Schulen, Einrichtungen der beruflichen Bildung oder er Erwachsenenbildung befinden sich an wichtigen Schlüsselpositionen in Bezug auf Gender Mainstreaming. Sie benötigen Konzepte, die aktuelle gesellschaftliche Lagen und Reformprozesse einbeziehen und die die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Institution berücksichtigen.


Vermittlung von Gender-Kompetenz verstehen wir als gegenseitigen Bildungsprozess, der einen differenzierenden Gender-Begriff voraussetzt und existierende Stereotypisierungen immer wieder hinterfragt.


Medien
Media
Medien verbreiten über Sprache und Schrift, vor allem aber auch über Bilder und Neue Medien gesellschaftlich geprägte Vorstellungen und Leitbilder. Sie nehmen damit eine besonders wichtige Aufgabe in der Vermittlung von Geschlechterrollen und den damit verbundenen Stereotypisierungen ein. Gleichzeitig nehmen Medien eine wichtige Rolle in Bildungsprozessen ein und können positiv genutzt werden.

Medienkompetenz bedeutet für uns somit eine kritische Analyse und reflektierte Nutzung der omnipräsenten Medienwelt. Gleichzeitig ist die mediale Vermittlung ein wichtiges didaktisches Instrument in unseren Beratungsprozessen.


Medienkompetenz wird dadurch zu einer wesentlichen Ergänzung von Gender-Kompetenz und zu einer wichtigen Voraussetzung, um Gender Mainstreaming strategisch zu verankern und umzusetzen.